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Lyrics

"Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte", heißt es in unserer Branche. Ein klassischer Video Film besteht aus 25 Bildern pro Sekunde. Das hat mich dazu herausgefordert, die Verhältnisse auf den Kopf zu stellen.

Mit wenigen Worten einen Film in den Köpfen der Leser abzuspielen, das versuche ich mit meiner ständig wachsenden Sammlung kurz gefasster Gedanken.


(Nutzung frei zur nicht kommerziellen Verwendung unter Nachweis des Autoren)

stille hat eine melodie (pit zuckowski)


manchmal
schweig ich einfach
höre hin
dann spricht der wind manch kluges wort
hat stille eine melodie


manche glauben
manche hoffen
ich sehe

 

agnostisch- pantheistische weltsicht:
wenn es denn götter gibt, was man nicht wissen kann
ist die gesamtheit der dinge
der höchste gott von allen
dann sind gott und natur eins
ein vergehen gegen sie
richtet sich also
gegen die macht des universums
demnach würde uns eben doch etwas lenken
und das chaos wäre eine ordnung
das aber wissen wir nicht

 

dieser wundervolle planet
braucht uns menschen nicht
wir brauchen ihn


wer high speed lebt
zieht die rasche antwort
der überlegten frage vor
so werden wir den anforderungen
an unsere zukunft aber keinesfalls gerecht.


seinen beruf zu lieben
kann gefährlich sein
denn liebende
folgen selten ihrem verstand


wir leben im zeitalter der kommunikation
aber aus irgendeinem grund
ist es auch die hochkonjunktur
des nichtsagenden


wenn wir irgendwann wieder zur besinnung kommen
werden wir voyeurismus nicht länger
neugier nennen
an die stelle der sensation
tritt dann wieder
das ereignis


angesichts der folgen unseres handelns
sollten wir meinungsmacher
uns abverlangen
mehr über uns selbst nachzudenken


siehst du das licht ?
siehst du die farben ?
fühlst du ihren atem ?
hörst du ihr flehen ?
hör doch,
wie mutter erde
mit aller kraft des lebens
um unsere liebe ringt


die sprache der natur
ist wie die des rohen lebens
auf wut folgt zärtlichkeit
auch angriff flucht
und all dies in einem atemzug


das gift der schlange
kann töten
und retten zugleich
also ist sie
ein geschenk der natur


der umgang mit krokodilen
lehrt dich
wesen mit kleinen hirnen
nicht zu unterschätzen
sie sind von primitiven instinkten beherrscht
und deshalb unberechenbar


woher ich komm
ist kein gott herr meines geistes
fußt wahrheit auf beweis
folgt dem leben nicht ein weiteres
ist schicksal nur ein wort


ereignisse bewerten wir
nach gut und schlecht
nach fröhlich oder traurig
dies stets bestimmt von unseren erwartungen
objektiv gesehen hat jedes ereignis auswirkungen
sonst nichts
wir entscheiden, ob wir etwas gutes
oder schlechtes darin sehen


kopflos vor angst
wird selbst der ausweg
noch zur tödlichen falle


dich in demut besserem wissen zu fügen
mag deinen stolz verletzen
aber es versichert dich
deiner lernfähigkeit
und bewahrt dich
vor dem gift der arroganz


unser schlimmstes verbrechen
an den kindern ist
ihnen durch unser fahrlässiges handeln
die zukunft zu nehmen


die gedanken sind frei
das wird wohl das nächste sein
was wir uns nehmen lassen
und das alles nur
weil wir zu feige sind
unseren feinden zu sagen
wann es genug ist


mit hurra im namen gottes
schlachten die einen
und sterben die anderen
erklären sich willfährig zum werkzeug
einer hohen macht
und doch es ist ihre hand die mordet
und die des schwachen, die sich nicht wehrt
beide sind des wahnsinns


schlaflosigkeit ist kein makel
des schuldigen allein
sie peinigt das opfer gleichermaßen
denn ihre nahrung
ist der zweifel


das lächeln hat viele gesichter
die starken meinen es ehrlich
die schwachen nutzen es zu ihrem schutz
die widerlichen führen es als waffe


auf macht zu verzichten
belohnt dich mit einem
unschätzbaren zugewinn
menschlichkeit


stell dir vor
du wüsstest wirklich alles besser
was für ein leben wäre das
ohne widerrede


nachdenklich wird
wer seine absichten
nicht vorab
gut durchdacht hat


einen pedanten
schimpfen wir den
der es mit allem sehr genau nimmt
tut er dies zu unserem schutz
loben wir gewissenlosen egoisten ihn
ob seiner eigenart


kinder glücklich zu machen
ist doch so einfach
nehmt sie ernst


kinder zu sehr zu lieben
zu sehr zu behüten
zu sehr zu leiten
kann sie zerstören


mit den lebenszielen ist das so eine sache
der marsch dort hin
wird nicht selten
zum rennen
rennen aber
kann man verlieren


naivität ist das spiegelbild
des irrglaubens an die perfektion


am boden zerstört zu sein heißt
das dir irgendein seelenloser
noch den rest gibt
wenn du schon ganz unten bist


hilfe zu erfahren
ist für den hilfesuchenden
die eigentliche katastrophe
begreift er doch erst jetzt
wie hilflos er ist


irgendwann hab ich aufgehört
über böse witze zu lachen
und gestehe
mich nun ärmer zu fühlen


gefallene soldaten in plastiksäcken
aus dem krieg zurück
in die heimat zu senden
hat sich jemand ausgedacht
dem weder feind noch freund
von irgendeinem wert sind


eben noch
stand ich mit der türkischen familie
vor der silhouette unserer heimatberge
und wir haben uns im bewusstsein,
gast auf einem wunderschönen planeten zu sein
wie brüder und schwestern gefühlt
so wenig verschieden sind wir
so wenig fremd einander


weil ich ein
sehender
hörender
verstehender
zweifelnder bin
kann ich nicht glauben


wie soll ich denn
göttern huldigen
die es ausgerechnet menschen überlassen
ihre botschaft auf erden zu verkünden
solchen wesen also die bereit sind,
ihresgleichen nur um des glaubens willen
in stücke zu reissen


Irgendjemand hat mir mal erklärt
der mensch sei
die manifestation gottes auf erden
ja um himmels willen
was ist denn da schief gelaufen ?


Wer behauptet die natur zu lieben
hat sie noch nicht
bei wirklich schlechter laune erlebt


werfe einem menschen nicht vor
zu wenig emotionen zu zeigen
es könnte der pilot sein
der dich sicher nach hause fliegt


fluglotsen sind menschen
die auf kleine weisse zahlenblöcke reduzierte
aluminiumröhren
mit menschen darinnen
dreidimensional auf
einem zweidimensionalen
bildschirm sortieren
das hat was von gott oder?


am leben zu leiden
soll nach buddha
bestimmung aller menschen sein.
als pessimist bin ich also
ein guter gläubiger?
ne, also das ist mir zu deutsch


seit ich denken kann
habe ich jede prise glück
mit einem salzfass voller unglück bezahlt.
also strebe ich lieber nur noch nach zufriedenheit
sie ist zu einem besseren preis zu haben


die schlimmste lüge
richtet man immer gegen sich selbst
es ist die lebenslüge


sieger und verlierer
haben mehr gemeinsam
als sie glauben
beider wahrnehmung
entrückt irgendwann
der realität


was ist eigentlich die freiheit des wortes?
ist es die freiheit, den menschen von der wahrheit zu berichten?
und deshalb nicht gehört zu werden?


habgier findet ihre fleißigen diener
immer unter den feiglingen


mit dem lebensabend
verliert sich die geduld.
wohl deshalb haben alte menschen
keinen sinn für zeitverschwendung


noch mal winter
noch mal sommer
Noch mal winter
Noch mal sommer
und dazwischen immer wieder
die zeit der hoffnung
vielleicht die schönste zeit

ach wär ich doch `ne blume
dann wär mir regen eine freude


wenn ihr so sicher seid
dass es da oben besser ist
warum kämpft Ihr dann so hart dafür
hier unten zu bleiben?


leben, sterben, brennen, weg
das alles schneller
als ein trauerbrief sein ziel erreicht.
ist das noch achtung vor der trauer?


für die reise aus dem leben
baucht es nur einen letzten tiefen atemzug
warum dann so viel furcht davor?


tot ist kein zustand sondern nichts.
diese erkenntnis rechtfertigt,
deinen nächsten abzuverlangen
dir gefälligst nicht
das leben zu vermiesen.


der ständige blick zurück
vernebelt die orientierung nach vorn


wir leben von der zukunft,
nicht der vergangenheit


die „Ich- botschaft“ als kommunikationsmethode im miteinander?
na prima, dann ist der rücksichtslose egoist also der bessere mensch?


die beste form der ordnung,
ist ordentlich miteinander umzugehen


es gibt worte, da frag ich mich, wie die zustande gekommen sind
meinen hintern auf einem stuhl nieder zu lassen,
nennt man sitzen.
im knast seine missetat zu büßen auch.
und wenn hosen sich dem körper formgerecht anpassen
sitzen sie ebenfalls.
verrückt irgendwie


adipöse erkenntnis:
biste fett
ist´s im bett
trotzdem nett


wortspiel:
senioren um rat zu fragen
kann eine sinnvolle "alter"-native sein


wenn noch irgendeiner
das wort krise
in den mund nimmt
krieg ich eine


ich bin ein nichts.
solange mich niemand
deshalb wertlos stempelt
kann ich gut damit leben.


mit dem euro
wollten wir uns einen
nun entzweit er uns


geld macht keinen frieden
wir menschen müssen es tun

scheinheilig ist
wer sich am sonntag
vor gott verneigt
und den rest der woche
mit dem teufel tanzt

wer seine moral verkauft
mutiert zum instrument

besonnenheit
ist der bruder
der vernunft

alt
dunkle flecken auf der haut
zähln tage ab die wohl noch bleiben
das haar ist grau
der blick wird stumpf
das zittern hilft
beim zeit vertreiben

in schweren stunden frag ich nun
ganz gern mal nach dem sinn
und obs vielleicht ein glück sein wird
wenn ich am ende
nicht mehr bin

das leben drängt nach vorn
doch die gedanken wolln zurück
hab nicht recht freude an dem morgen
such im gestern jetzt mein glück

werd langsam schwach
vom zuviel geben
oder ganz einfach nur
vom zuviel leben leben

in meinem kopf noch immer kind
für schlichte wahrheit gern mal blind
wolln die gefühle überborden
doch dafür sind die kräfte
längst schon viel zu schwach geworden. .

heut müd im sinn
und morgen munter
so geht es täglich rauf und runter
knochenschmerz und seelenwut
wechseln ab mit lebensmut

bin manchmal bitter
manchmal leicht
lass öfter wissen wenns mir reicht
pass mich dem fortschritt nicht mehr an
weil man im abschied  
auch ganz prima leben kann

Arts

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tel.: +49(0)8662 409956 fax: +49(0)8662 663420 e-mail: pzftv@t-online.de

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